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Haartransplantation

Fotos für die Beratung vor einer Haartransplantation richtig aufnehmen

Für die erste Beratung benötigen Sie sieben klare Fotos: Gesicht und Haarlinie, Oberkopf und Wirbel, beide Profile, eine Ansicht mit angehobenem Kinn sowie den Spenderbereich. Gleichmäßiges Licht und vollständige Aufnahmen helfen dem Arzt bei der Beurteilung, ersetzen aber weder Untersuchung noch endgültige Eignungsprüfung.

Veröffentlicht: 15. September 2026

Eine Person fotografiert mit dem Smartphone Wirbel und Spenderbereich vor einer Haartransplantationsberatung

Warum reicht ein Selfie nicht aus?

Vor einer Haartransplantation muss der Arzt sowohl den möglichen Empfängerbereich als auch den Spenderbereich sehen. Ein Foto von vorn zeigt weder den Wirbel noch den Hinterkopf. Eine Nahaufnahme der Geheimratsecken vermittelt außerdem nicht das gesamte Muster des Haarverlusts.

Untersuchungen zur Haarfotografie zeigen, dass wiederholbare Ansichten, eine vergleichbare Kopfhaltung und gleichmäßiges Licht die Beurteilung erleichtern. Online-Fotos dienen dennoch nur einer ersten Einschätzung. Sie ersetzen keine Untersuchung der Kopfhaut, Trichoskopie oder persönliche ärztliche Beratung.

Wie bereiten Sie die Aufnahmen vor?

  • Bitten Sie eine zweite Person um Hilfe, besonders für Oberkopf, Wirbel und Hinterkopf.
  • Stellen Sie sich ans Fenster oder in einen hellen Raum. Vermeiden Sie Gegenlicht und harte Schatten.
  • Nutzen Sie die rückwärtige Smartphone-Kamera, reinigen Sie die Linse und schalten Sie Filter, Porträtmodus und Beauty-Funktionen aus.
  • Das Haar sollte trocken und frei von Gel, Haarspray oder kaschierenden Fasern sein. Tragen Sie es möglichst natürlich.
  • Schneiden Sie das Haar nicht unmittelbar vor den Fotos. Das aktuelle Flymedica-Formular bittet um mindestens zwei Wochen Abstand zum letzten Haarschnitt.
  • Vermeiden Sie digitalen Zoom und schneiden Sie den Kopf am Bildrand nicht ab.

Sieben Fotos für die erste Beratung

  1. Gesicht und Haarlinie: frontal, mit vollständig sichtbarer Stirn.
  2. Oberkopf: Kamera über dem Kopf, sodass Haarlinie und mittlere Kopfhaut sichtbar sind.
  3. Wirbel: von hinten und leicht von oben, ohne Haare über die Stelle zu kämmen.
  4. Linkes Profil: Schläfe, Geheimratsecke und seitliche Kopfpartie zeigen.
  5. Rechtes Profil: dieselbe Ansicht von der anderen Seite.
  6. Angehobenes Kinn: Kopf zurücknehmen und nach oben schauen, um die vordere Haarlinie aus einer weiteren Perspektive zu zeigen.
  7. Spenderbereich: Hinterkopf fotografieren und die Haare vorsichtig anheben, damit die sichtbare Dichte im Hinterkopfbereich erkennbar ist.

Nehmen Sie jede Ansicht einzeln auf. Erstellen Sie keine Collage und retuschieren Sie keine dünneren Stellen.

Wie gelingen die Fotos ohne Hilfe?

Stellen Sie das Telefon stabil auf Kopfhöhe auf und verwenden Sie den Selbstauslöser. Bleiben Sie etwa einen Meter entfernt und prüfen Sie nach jeder Aufnahme die Schärfe. Nutzen Sie einen Spiegel bei Oberkopf, Wirbel und Spenderbereich nur zur Positionierung, nicht um das Spiegelbild zu fotografieren.

Ist der Hinterkopf nicht klar erkennbar, bitten Sie besser jemanden um Hilfe, statt ein unscharfes Bild zu senden.

Häufige Fehler, die neue Fotos erforderlich machen

  • nur ein Frontfoto oder ein Selfie aus nächster Nähe,
  • Filter, Porträtmodus oder automatische Hautglättung,
  • nasses, stark gestyltes oder frisch sehr kurz geschnittenes Haar,
  • ein dunkler Raum, helles Fenster im Hintergrund oder Schatten auf der Kopfhaut,
  • nur die dünne Stelle ohne ganzen Kopf und Spenderbereich,
  • Screenshot oder stark komprimiertes Bild aus einem Messenger.

Was kann der Arzt anhand der Fotos beurteilen?

Vollständige Ansichten können das sichtbare Verteilungsmuster, die Haarlinie, den Wirbel und die erkennbare Dichte des Spenderbereichs zeigen. Zusätzlich berücksichtigt der Arzt Angaben zu Alter, Verlauf, Erkrankungen, Medikamenten und früheren Eingriffen.

Fotos bestätigen nicht die Ursache des Haarausfalls, bestimmen allein keine sichere Graftzahl und garantieren keine Eignung. Der endgültige Plan liegt beim Arzt der unabhängigen Klinik. Lesen Sie mehr darüber, wie die Eignung für eine Haartransplantation beurteilt wird.

Wie senden Sie die Dateien?

Wählen Sie im Flymedica-Formular „Haartransplantation“ und laden Sie jedes Foto in das passende Feld. Am 15. September 2026 akzeptierte das Formular JPG-, PNG- und WebP-Dateien bis jeweils 9 MB. Veröffentlichen Sie Kopfhautfotos nicht in öffentlichen Kommentaren oder offenen sozialen Kanälen.

Flymedica koordiniert den Kontakt und leitet die Unterlagen an die unabhängige Klinik weiter. Fehlt eine Ansicht oder ist sie unklar, kann der Berater um ein neues Foto bitten.

Fotos beginnen die Beratung, sind aber keine Diagnose

Flymedica hilft beim Sammeln der Unterlagen und koordiniert den Kontakt. Flymedica entscheidet nicht über die Eignung, diagnostiziert keinen Haarausfall und legt keine Graftzahl fest. Medizinische Beurteilung und Behandlungsplanung verantwortet der Arzt der unabhängigen Klinik.

Quellen und ergänzende Materialien

Diese Inhalte dienen nur der Information und sind keine medizinische Beratung. Fotos ermöglichen lediglich eine erste Einschätzung. Diagnose, Eignung und Behandlungsplanung bestimmt der Arzt der behandelnden Klinik.

7 Fotos vorbereiten und Beratung beginnen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Wie viele Fotos werden für die Haartransplantationsberatung benötigt?

Das aktuelle Flymedica-Formular verlangt sieben Ansichten: Gesicht und Haarlinie, Oberkopf, Wirbel, beide Profile, eine Ansicht mit angehobenem Kinn und den Spenderbereich.

Reicht ein Selfie aus?

Nein. Ein Selfie kann die Haarlinie zeigen, normalerweise aber weder Wirbel noch Spenderbereich. Bitten Sie möglichst eine zweite Person um einige Aufnahmen.

Darf das Haar nass oder mit Gel gestylt sein?

Besser sind trockene Haare ohne Gel, Haarspray, kaschierende Fasern oder Filter. Ein natürlicher Zustand erleichtert die erste Einschätzung.

Reichen Fotos für die endgültige Eignungsprüfung?

Nein. Sie ermöglichen nur eine erste Einschätzung. Vor dem endgültigen Plan kann der Arzt weitere Angaben, eine Kopfhautuntersuchung oder Trichoskopie benötigen.